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Unplugsticker vs. Ladescheibe

In Diskussionen kommt immer wieder mal das Argument, dass man den Unplugsticker nicht braucht, wenn man eine Ladescheibe hat. Es kann sich zwar jeder seine eigene Meinung bilden, aber ich möchte trotzdem mal die Vorteile des Unplugstickers hervorkehren – aber auch die Nachteile nicht verschweigen.

Ladescheibe Unplugsticker
Technische Anforerungen keine Smartphone
Einstellen der Ladezeit Vor Ort beim Auto ortsunabhängig
Zeitkorrektur Nur vor Ort beim Auto Kann jederzeit vorgenommen werden
Erreichbarkeit Durch Eintragen der Telefonnummer SMS, EMail, IM
Anonymität Bei Erreichbarkeit nicht gegeben SMS: nein
Email: ja
IM: ja
Lesbarkeit Abhängig von Beschriftung und Beleuchtung. Ohne Brille und Taschenlampe eventuell unmöglich. Schlimmstenfalls muss man den Sticker beschatten oder die Aufnahme mit Blitz machen.
Rückruf nicht möglich Rückrufnummer kann optional mitgegeben werden.
Änderung der Kontaktdaten Neue Ladescheibe! jederzeit und beliebig oft
Disziplin Oft wird auf die Ladescheibe vergessen. Der Sticker ist immer am Auto.

Diese Aufstellung ist sicher nicht komplett, und ich lade Euch herzlich ein, Eure Meinung zu posten.

Der Idealfall ist wohl, wenn man sowohl einen Unplugsticker hat und auch eine Ladescheibe ins Auto legt. Dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen … 🙂

Unplugsticker On Tour

Oft sieht man ja Autos mit den verschiedensten Aufklebern für die verschiedensten Dinge werben, sei es nun ein Blasmusikfest oder ein Frieseurladen. Längere Zeit habe ich den Gedanken mit mir getragen, ob nicht auch der Unplugsticker so einen Werbebanner am Auto verdient. Eigentlich will ich’s mit den Pickerln ja nicht übertreiben, andererseits, ein bisschen auffallen – vor allem, wenn mal wieder ein „Elektrotreffen“ stattfindet – schadet ja auch nicht.

Das Ergebnis sieht man nun hier. Ich finde es recht gelungen!BannerUnd weil die Produktion von 5 Pickerln eigentlich nicht teurer war als für ein Pickerl, habe ich sogar noch ein paar in Reserve. Also, wenn jemandem von Euch dieser coole Aufkleber so gefällt, dass er oder sie das auch gerne am Auto hätte: schreibt mir einfach ein Mail, und ich schicke Euch den Aufkleber zu! Die Abmessungen sind 6 * 70 cm.

Eine weitere kleine Neuigkeit gibt’s zu vermelden: und zwar kann man nun im Onlineshop quasi ein „Zehnerpack“ Unplugsticker bestellen. Falls jemand eine grössere Menge Sticker benötigt ist das nun auf jeden Fall die preisgünstigere Variante. Und für sonstige design- und mengenmässige Sonderwünsche gilt: sendet mir einfach ein Mail mit Euren speziellen Anforderungen.

In diesem Sinnne: der Unplugsticker bleibt weiterhin „on tour“!

Unplugsticker On Tour

Frühlingszeit ist Elektroautozeit

Blume

Elektroautos sind nicht nur cool zu fahren, umweltfreundlich, technologisch fortschrittlich – und überhaupt die Zukunft. Die Elektromobilität hat auch einen starken sozialen Aspekt, was wohl jeder, der ein Elektroauto fährt, bestätigen kann.

Nicht nur wird man oft am Parkplatz, in der Arbeit, von Nachbarn gefragt, wie sich das Ding so fährt, sondern es gibt auch eine ganze Reihe Treffen und Veranstaltungen. Zum Beispiel findet, wie auch hier schon geschrieben, demnächst das Zoe-Treffen in Salzburg statt.

Mittlerweile gibt es schon so viele Veranstaltungen, dass es schon einen (und wahrscheinlich nicht nur einen) Veranstaltungskalender gibt. Dieser wird über’s GoingElectric-Forum gewartet und, wenn man Google-Calendar nützt, kann man ihn auch leicht in den eigenen Kalender einbinden.

Aber man kann den Kalender auch hier mal ein bisschen durchstöbern, und schauen, ob’s vielleicht was Interssantes in der Nähe gibt. Viel Spass beim Stöbern!

Wie lange dauert es eigentlich, ein Elektroauto aufzuladen?

Die Zeit, ein Elektroauto zu laden, kann von 30 Minuten bis zu 12 Stunden dauern und hängt von der Größe der Batterie, der Geschwindigkeit der Ladestation und anderen Faktoren wie der Temperatur der Batterie ab.

Ein typisches Elektroauto (beispielsweise eine Renault Zoe) braucht 3 Stunden, um an einer 11 kW Heimladestation voll geladen zu werden. Beim Aufladen mit 3.7 kW kann man ungefähr 20 Kilometer pro Stunde laden, mit 11 kW ungefähr 60 Kilometer pro Stunde. Ein Schnelllader an einer Autobahn-Tankstelle kann dein Auto in ca. 30 Minuten vollladen – das ist dann ideal für Langstreckenfahrten.

Die Ladeströme können je nach Umgebungstemperatur, dem Zustand der Batterie (z.B. leer oder fast voll) und der maximalen Ladegeschwindigkeit des Fahrzeugs abweichen.

Wie lange dauert es, ein Elektroauto zu laden?

Die Zeiten um an verschiedenen Ladepunkten zu laden:

3.7kW 11kW 22kW
Ladegeschwindigkeit (bis zu) 20 km pro Stunde 60 km pro Stunde 120 km pro Stunde
Stromversorgung einphasig dreiphasig dreiphasig
typischerweise in Wohnhäusern Wohnhäusern, Firmen öffentliche Infrastruktur

Abhängig von der Leistung der Ladestation variiert die Ladezeit. Für zu Hause eigenet sich eine Lademöglichkeit mit 11kW sehr gut – denn wenn das Auto dreiphasig laden kann, ist man schnell wieder fahrbereit.

Wie lange dauert es, an einem Schnelllader zu laden?

Sogenannte Schnelllader sind der schnellste Weg, um dein Elektroauto aufzuladen und bieten bis zu 80% Ladung in nur 30 Minuten. Und auch Autos, die mit Wechselstrom nur langsam laden können, können an Schnellladern mit Gleichstrom sehr viel schneller aufgeladen werden.

Schnelle Ladesäulen verwenden meist drei Anschlusstypen (CCS, CHAdeMO und Typ2), die mit den meisten Elektrofahrzeugen kompatibel sind. Sie sind in der Regel an Autobahn-Tankstellen oder Raststätten installiert und dienen zum möglichst schnellen Aufladen, wenn längere Distanzen bewältigt werden sollen. Während sie ideal für das schnelle Nachladen auf einer langen Reise sind, verwenden die meisten Fahrer sie wegen der höheren Kosten nicht täglich.

CCS CHAdeMO Typ2
Typische Leistung 50kW 50kW 43kW
Beispiele für kompatible Modelle BMW i3 Nissan LEAF Renault Zoe

Was hat es mit dem Nachladen auf sich?

Die meisten Fahrer von Elektroautos machen sich wenig Sorgen darüber, wie lange das Laden tatsächlich dauert. Sie laden einfach immer nach, wenn sich die Gelegenheit bietet. Anstatt ihre Batterie leer zu fahren, laden sie dort, wo es möglich ist: beim Supermarkt, Fitnessstudio oder Arbeitsplatz.

  • Öffentliche Ladestationen und solche am Arbeitsplatz haben in der Regeln eine Leistung von 3,7kW bis 22kW, so dass sie ideal zum Nachladen sind.
  • Eine 11kW Ladestation bietet bis zu 60 Kilometer Reichweite pro Stunde.
  • Öfteres Nachladen kombiniert mit der Übernachtladung zu Hause hilft garantiert gegen Reichweitenangst.

Elektroauto

Zugänglichkeit von Ladestationen – immer noch ein Abenteuer?

Ladekartensortiment
Kleines Ladekartensortiment

Die Ambitionen der österreichischen Energieversorger, ihre Ladenetze zu vereinigen und zu vereinheitlichen, scheinen schön langsam Früchte zu tragen, wie auf einer Pressekonferenz demnächst bekannt gegeben wird. Das lässt hoffen, dass es zukünftig einfacher sein wird, quer durch Österreich zu fahren, ohne mit zig Anbietern individuelle Verträge abschliessen zu müssen. (Was hier der Status in Deutschland und der Schweiz ist, ist dem Autor nicht bekannt.)

Jedoch status quo ist es eben nach wie vor, dass die geneigte Elektromobilistin mit einem Album an Ladekarten unterwegs sein muss, wenn sie sich nicht nur in einem Umkreis von 25 Kilometern bewegen will. Status quo ist es auch, dass speziell auch die Fahrt ins benachbarte Ausland einem Abenteuer gleich kommen kann (Italien, Tschechien, etc.).

Dabei ist die Anzahl der Anbieter von Ladekarten (oder vermehrt auch Ladeapps für’s Handy) ohnehin schon etwas unübersichtlich, was speziell auch für Neulinge der Elektromobilität etwas abschreckend wirkt. Unterscheiden muss man ja zwischen Anbietern mit eigenem Netz (Smatrics, Ella, besagte Energieversorger und weitere Anbieter) und reinen Roaminganbietern (TNM, PlugSurfing, etc.), welche Ihren Kunden Zugänglichkeit in mehreren Ladenetzen ermöglichen. Mischanbieter sind natürlich auch möglich. Jeder Anbieter hat sein eigenes (manchmal ziemlich komplexes) Gebührenmodell – und kommen Roamingpartner ins Spiel, kann es sein, dass für ein und die selbe Ladestation bei unterschiedlichen Anbietern auch unterschiedliche Preise ausgewiesen werden. Irgendwie erinnert das sehr an den wilden Westen der Mobiltelefonie.

Es bleibt zu hoffen, dass sich der Markt irgendwann in die richtige Richtung entwickelt, denn bei Tankstellen würde es niemand akzeptieren, nur bei einer bestimmten Marke tanken zu können und bei Tankstellen von Fremdanbietern vorbeifahren zu müssen. Die Akzeptanz der Elektromobilität steht und fällt nicht zu letzt mit diesem Thema, dessen Wichtigkeit nicht unterschätzt werden sollte. Reichweite ist vergleichsweise zweitrangig.